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Die Kinostarts am 7.Mai 2009 im Überblick

Folgende Filme laufen ab 7.Mai 2009 in den deutschen Kinos an: (Filmstart: 07.05.2009). Die Trailer der aktuellen Neustarts gibt es hier: Hier geht es zu den Trailern
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Boy A: sgut
Im Alter von 24 Jahren wird Jack aus dem Gefängnis entlassen, in dem er die letzten 14 Jahre verbracht hat. Eines schweren Verbrechens schuldig und gleichzeitig völlig unbedarft, betritt der in den Medien nur als “Boy A” bekannte junge Mann eine Welt, die er zuletzt als Kind erlebt hat. Unter dem Schutz seines väterlichen Bewährungshelfers Terry nimmt er eine neue Identität an, findet einen Job, Freunde und verliebt sich in Michelle. Durch die Akzeptanz ermutigt, will er sein belastendes Geheimnis offenlegen – aber er hat nicht mit der Sensationsgier der Presse gerechnet, die noch immer auf der Suche nach “Boy A” ist…
Trauriges Drama mit tollen Schauspielern und einer Geschichte, über die man noch eine Weile nachdenken wird. Trailer: Klick hier
Spiel der Träume – Die wahre Geschichte eines falschen Teams: schlecht
Eine Gruppe verzweifelter Slumbewohner, die am Rande der Gesellschaft unter schwierigsten Bedingungen lebt, sieht in einer Einladung zu einem Handballturnier in Bayern die Lösung all ihrer Probleme, einen Freifahrtschein in den Westen und in den Wohlstand.
Viele kleine Geschichten, von denen keine in die Tiefe geht und alles recht zusammenhangslos wirkt.
Trailer: Klick hier
Star Trek:sgut
Star Trek XI erzählt uns die Geschichte der jungfräulichen USS Enterprise, der NCC-1701. Noch heißt der Captain Christopher Pike, Spock ist erster Offizier und Pille hat seinen Kumpel J.T. Kirk mit auf das Schiff geschmuggelt (obwohl der zur Strafe wegen eines verpatzten Tests auf der Erde bleiben sollte). Uhura sitzt in der Enterprise dank einem “eindringlichen” Gespräches mit Spock, Chekov wird von niemanden verstanden und Sulu kommt nicht auf Warp-Geschwindigkeit. Scotty werkelt noch auf der Vega herum und Vulkan wird von einem verbitterten Romulaner namens Nero bedroht, weswegen die Vereinigte Föderation der Planeten die Flotte dorthin beordert…
Dieser Film wurde von uns bereits ausführlich besprochen und bekam 100/100 Punkten. Zur ausführlichen Kritik: Klick hier – Trailer: Klick hier

Weiterhin starten:

-> Das Herz von Jenin:
Die wahre Geschichte Ismael Khatibs, dessen 12-jähriger Sohn Ahmed 2005 im Flüchtlingslager von Jenin von Kugeln israelischer Soldaten tödlich am Kopf getroffen wird. Nachdem die Ärzte im Krankenhaus nur noch Ahmeds Hirntod feststellen können, entscheidet der Palästinenser Ismael, die Organe seines Sohnes israelischen Kindern zu spenden und damit deren Leben zu retten.
Trailer: Klick hier

-> Der Junge im gestreiften Pyjama:
Berlin, Anfang der 40er Jahre. Der achtjährige Bruno (Asa Butterfield) ist der behütete Sohn eines Nazioffiziers. Als sein Vater (David Thewlis) befördert wird, muss er mit seiner Familie aus dem gediegenen Zuhause in Berlin in eine trostlose Gegend umziehen, wo der einsame Junge keinerlei Ablenkung geschweige denn einen Spielgefährten findet. Von Langeweile und Neugier getrieben, schlägt Bruno die Anweisungen seiner Mutter (Vera Farmiga) in den Wind, er solle auf keinen Fall den Garten und den Wald hinter dem Haus erkunden. So schleicht sich Bruno zu einer seltsamen Ansammlung von Gebäuden und Menschen, die er von seinem Zimmerfenster aus gesehen hat und die er zunächst für einen Bauernhof hält. Dort trifft er auf den gleichaltrigen Schmuel (Jack Scanlon), der auf der anderen Seite eines hohen Stacheldrahtzauns lebt – der Beginn einer intensiven Freundschaft. Zuerst versteht Bruno nicht, was es mit dem Lager und seinen Bewohnern auf sich hat, aber dann beginnt er den Schrecken zu ahnen. Eines Tages will er sich Gewissheit verschaffen und gerät selbst in die Maschinerie der erbarmungslosen Lagerrealität.
Trailer: Klick hier

-> Die wundersame Welt der Waschkraft:
Die wenigsten Gäste der Berliner Nobelhotels haben eine Vorstellung davon, welche Reise die frischen Laken und Handtücher ihrer Zimmer hinter sich haben, wenn sie jeden Morgen gegen die angefallene Schmutzwäsche ausgewechselt werden. Ein Dutzend Lastwagen pendelt täglich zwischen Berlin und der polnischen Kleinstadt Gryfino hin und her. Dort steht, gleich neben dem Kraftwerk, von dem der heiße Dampf bezogen wird, die deutsche Wäscherei “Fliegel”. Vierhundert polnische Mitarbeiter sorgen hier zu niedrigen Löhnen und rund um die Uhr dafür, dass die Container aus Berlin innerhalb von vierundzwanzig Stunden mit sauberer Wäsche gefüllt zurück in der deutschen Hauptstadt sind.
Trailer: Klick hier

-> Spraymasters:
Vor 30 Jahren machten sie Graffitis zur größten Kunstbewegung der Welt. In Spraymasters, Manfred Kirchheimers neuem Film, denken vier ehemalige Graffiti-Sprayer über ihre frühen Jahre als abtrünnige Künstler nach, die sich in New Yorker U-Bahnhöfe schlichen und dort mit gestohlenen Farben Züge dekorierten, immer in Angst vor Verhaftung.

-> Standesgemäß:

Wenn eine adelige Frau unter Stand heiratet, also sagen wir, einen Friseur ehelicht, dann ist sie nicht nur ihren Titel los, sondern auch ihren guten Namen und ihren adeligen Bekanntenkreis. Wenn ein adeliger Mann dasselbe macht, ist alles anders. Die Friseurin wird zur Frau mit Titel und alles ist in Butter.

-> Wir sind alle erwachsen:
Albert (Jean-Pierre Darroussin) und seine 17-jährige Tochter Jeanne (Anaïs Demoustier) verbringen den Sommer auf einer kleinen, schwedischen Insel. Seine penible Urlaubsplanung wird über den Haufen geworfen, als das gebuchte Haus aufgrund eines Missverständnisses bereits von zwei Frauen, Annika (Lia Boysen) und Christine (Judith Henry), belegt ist. Und so nehmen Alberts Ferien eine ganz unerwartete Richtung – sehr zum Gefallen von Jeanne.
Trailer: Klick hier
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Die Trailer der aktuellen Neustarts gibt es hier: Hier geht es zu den Trailern

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Contact High – The good, the bad and the bag

Filmstart: 18.06.2009
Originaltitel: Contact High
FSK: Ab 16
Verleih: Delphi
Laufzeit: 127 Minuten
Trailer: Klick hier
Regie: Michael Glawogger
Drehbuch: Michael Ostrowski, Michael Glawogger
Darsteller: Michael Ostrowski, Raimund Wallisch, Detlev Buck, Georg Friedrich, Hilde Dalik, Pia Hierzegger

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Inhalt: Der Film beginnt mit der Einstellung auf eine lebende Tasche, um die sich der ganze Film dreht. Diese Tasche verlor Carlos, der einen Boss aus der Unterwelt darstellt, aus ungeklärten Gründen. Da sie unschätzbaren Wert für ihn hat, beauftragt er Harry, einen schwulen Chef einer Autowerkstatt, diese aus Polen wieder zu holen. Da auch Harry (Detlev Buck) scheinbar keine Lust hat diesen Job persönlich zu übernehmen, gibt er die Aufgabe an den durchgeknallten, drogennehmenden Schorsch (Georg Friedrich) weiter. Der ist zwar gewillt diesen Auftrag zu übernehmen, doch da gibt es ein Problem, denn Schorsch hat seinen Führerschein der Polizei übergeben müssen. Kurzerhand wird also ein Passant gekidnappt, der ihn nach Polen bringen soll. Dieser flüchtet jedoch schon am Anfang der Fahrt und so muss auch Schorsch um Hilfe bitten. Schlussendlich werden Johann (Raimund Wallisch) und Max (Michael Ostrowski), die im Wurstbuisness tätig sind, ausgewählt, um die Tasche abzuholen. Also machen sie sich auf den Weg nach Lodz. Aber auch Harry und Schorsch machen sich nun auf den Weg nach Lodz, weil es Harry gar nicht gefällt, dass Schorsch die Arbeit einfach abgegeben hat. Nun sind doch wieder alle auf dem Weg nach Polen…
Nach einer durchzechten und exzessiven Nacht von Max und Johann verlieren sie die Kontrolle über ihren Auftrag, da sie die Wirkung der Drogen am Morgen immer noch spüren. Es beginnt der rasante Heimweg nach Österreich, mit Schorsch und Harry auf ihren Fersen. Diese haben sich entschlossen, den beiden die Drecksarbeit zu überlassen und wollen nur aufpassen, dass alles glatt läuft. Pah! Das kann man natürlich vergessen. So gibt es immer wieder größere Pannen bis sich das Geheimnis der Tasche lüftet (oder auch nicht)!? Dies soll hier natürlich nicht verraten werden.

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Unsere Meinung: Der österreichische Regisseur Michael Glawogger hat mit diesem Film ein komisches, psychodelisches Roadmovie geschaffen, das mit coolen Sprüchen gespickt ist. Die abgefahrenen Charaktere, wie Schorsch, der seinen Ford Mustang über alles liebt und leicht hysterisch wird oder auch die beiden Imbissbudenbetreiber Max und Johann, die übernatürlich miteinander verbunden sind, in dem sie ihren Rausch teilen, d.h. der eine ist high und der andere spürt es einfach mit (daher auch Contact high), geben diesem Film die nötige Würze. Hinzu kommen Szenen, in denen die Protagonisten unter Drogen stehen, die teilweise an “Fear and Loathing in Las Vegas” erinnern, aber sicher nicht mit diesem mithalten können. Das Wiederbeschaffen einer Tasche, deren Inhalt ungewiss ist und auch die Szene als Schorsch einem Kind das Eis aus der Hand ballert, erinnern wiederum an “Pulp Fiction”. Das klingt vielversprechend und ist es auch.
Das Ende des Films ist zwar etwas wirr, aber hier kann der Zuschauer sich entweder mit bunten Bildern berieseln lassen oder er versucht sich an einer Interpretation. Was manch einen stören könnte, sind die österreichischen Dialekte, aber nun gut, so sprechen die Ösis nun einmal.

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Fazit: Eine Mischung aus “Fear and Loathing in Las Vegas” und “”Pulp Fiction, das aber nicht an den Kultstatus dieser beiden Filme heranreicht. Aber das muss er ja auch nicht, es bleibt ein sehenswerter Film mit guten Gags und wundervollen Charakteren. Daher: 77/100 Punkten.
(mb)

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Star Trek – Die Zukunft hat begonnen

Filmstart: 07.05.2009
Originaltitel: Star Trek
FSK:  Ab 12
Verleih: Paramount
Laufzeit: 127 Minuten
Trailer: Klick hier
Regie:
J.J. Abrams
Drehbuch: Alex Kurtzman, Roberto Orci

Darsteller: Chris Pine, Zachary Quinto, Simon Pegg, Karl Urban, John Cho, Zoe Saldana, Eric Bana, Anton Yelchin, Leonard Nimoy, Winona Ryder, Bruce Greenwood, Ben Cross, Greg Ellis

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Inhalt: Star Trek XI erzählt uns die Geschichte der jungfräulichen USS Enterprise, der NCC-1701. Noch heißt der Captain Christopher Pike, Spock ist erster Offizier und Pille hat seinen Kumpel J.T. Kirk mit auf das Schiff geschmuggelt (obwohl der zur Strafe wegen eines verpatzten Tests auf der Erde bleiben sollte). Uhura sitzt in der Enterprise dank einem “eindringlichen” Gespräches mit Spock, Chekov wird von niemanden verstanden und Sulu kommt nicht auf Warp-Geschwindigkeit. Scotty werkelt noch auf der Vega herum und Vulkan wird von einem verbitterten Romulaner namens Nero bedroht, weswegen die Vereinigte Föderation der Planeten die Flotte dorthin beordert.
Auf ihrer Reise geraten die Rekruten in ihre erste lebensbedrohliche Situation, denn sie müssen einen bösartigen Gegner davon abhalten, die Planeten der Föderation zu zerstören.

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Unsere Meinung: Um es vorweg zu nehmen, der elfte Star Trek Film spielt in einer alternativen Zeitlinie. Der Film beginnt mit dem Aufeinandertreffen der USS Kelvin und dem auf Rache sinnenden Romulaners Nero, der seine Heimatwelt Romulus verloren hat und dafür die Föderation verantwortlich macht. Nero zerstört die Kelvin, auf der sich auch Kirks Vater befindet. Seine Mutter gebiert James während der Notevakuierung und kann mit einem Teil der Mannschaft flüchten. So wächst James T. Kirk ohne Vater auf und ist weniger ein einfacher pflichtbewusster Mensch, sondern eher einer, der lieber prügelt, als  sich in irgendeiner Weise unterzuordnen. Wir erleben weiterhin einen Spock , dessen bisheriges Leben von dem Zwiespalt geprägt war, sich zwischen seiner Menschlichkeit und dem Vulkanier entscheiden zu müsse. Einem Spock, der sogar zarte Bande mit einem gewissen Lt. Uhura pflegt. Ja, man kommt aus dem Staunen nicht heraus. Auch das Design ist deutlich moderner als in der ursprünglichen Serie, wobei Abrams und seine Mannschaft wirklich den Spagat geschafft, haben Altes zu modernisieren und auch zu bewahren. So bleibt der Film an vielen Stellen an der altbacken anmutenden Vorlage der Serie, wenn es zum Bespiel um die Darstellung extraterrestrischer Lebensformen geht; und wir entdecken das klassische grünbemalte Mädchen oder die ein oder andere “Antenne” auf einem Haupt. Und das ist gut so!
Erstmalig bekommen wir einen Einblick in die Enterprise von allen Seiten. Die Kamera bewegt sich nicht nur rund um das Schiff, sondern auch durch alle Decks. Volle Computerräume, unübersichtliche Maschinen- und bevölkerte Zwischendecks geben einem das Gefühl der Authentizität – alles ist stimmig.
Auf der Gegenseite finden wir die Romulaner oder was davon übrig geblieben ist. Denn in dieser Alternative wurde Romulus zerstört und der Rächer Nero lauert in Raum und Zeit, um sich entsprechend an den nach seiner Meinung Verantwortlichen zu rächen. Sein “Domizil” erinnert entfernt an Vorlonenschiffe. Das Innere des Bergbaukreuzers ist gemäß eines ungeschriebenen Gesetzes für Bösewichte im Sciene Fiction dunkel, leicht schmuddelig, blechern und extrem unübersichtlich – perfekt eben.
Die Bösewichter selbst sind natürlich ohne Ende tätowiert, tragen schwarz und setzen zur Folter den klassischen Riesenohrenkneifer ein. Also bitte, besser geht das doch nicht!
Die Story selbst wird spannend und dramatisch in Szene gesetzt. So drückt Abrams zu Beginn mit der Zerstörung der USS Kelvin und der Geburt Kirks mächtig auf die Tränendrüse, belohnt dann aber durch den geglückten Einsatzes von “Sabotage” und einer durchweg spannenden und auch komischen Reststory. Nichts erscheint hier ungewollt komisch und das Herz schlägt höher, als Chekov anfängt zu reden und der Bordcomputer seinen starken russischen Akzent nicht versteht, Sulu den Warp nicht anbekommt, weil er eine Routine vergessen hat und sich Scotty versehentlich in einen Wassertank beamt. 

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Fazit: Abrams hat den Science-Fiction-Film nicht neu erfunden, jedoch den längst fälligen frischen Wind in die Star Trek Filmreihe gebracht. Für Fans und alle, die es werden wollen ein unbedingtes Muss. Der beste Star Trek Film der Reihe. Darum von uns 100 von 100 Punkten.
(CDW)

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