Fanboys

Filmstart: 30.07.2009
Originaltitel: Fanboys
FSK: Ab 12
Verleih: Capelight
Laufzeit: 93 Minuten
Trailer: Klick hier
Regie: Kyle Newman
Drehbuch:
Ernest Cline, Adam F. Goldberg, Dan Pulick
Darsteller
: Sam Huntington, Christopher Marquette, Dan Fogler, Jay Baruchel, Kristen Bell, Carrie Fisher, Ray Park, Billy Dee Williams, Seth Rogen, Jason Mewes, William Shatne

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Inhalt: 1998: Eric, Linus, Hutch und Windows sind eingefleischte Star Wars Fans, von denen nur Eric nach der Schule Eintritt ins wahre Leben gefunden hat. Als sich die vier nach drei Jahren auf einer Party wieder treffen, albern sie darüber herum, in die Skywalker-Ranch einzubrechen, um die gerade abgedrehte Episode 1 schon vor der Premiere zu sehen. Wie sich herausstellt hat Linus Krebs und wird die Premiere nicht mehr erleben können. Darum macht Eric Nägel mit Köpfen und überredet die anderen den Plan in die Tat umzusetzen. Auf ihrer Odyssee durch die USA begeben sich die Vier auf „Feindesland“ und legen sich mit dem Star Trek-Fanclub an, statten einer Biker-Gay-Bar einen Besuch ab und haben eine unheimliche Begegnung der dritten Art in Las Vegas …

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Unsere Meinung: Fanboys ist ein Film von Fans für Fans. Wer hier nur einen witzigen Roadmovie erwartet, wird sicher enttäuscht werden, denn in diesem Punkt ist der Film recht durchschnittlich. Ist man jedoch ein wahrer Star Wars-Fan, schlägt das Herz schon höher. Immerhin hat der Film einige Zitate und Rangeleien zwischen den Fanbases von Star Wars und Star Trek (Han Solo is a bitch vs. Kirk-loving Spock-Suckers) zu bieten. Abgerundet wird das Ganze durch Gastauftritte von William Shatner, Carrie Fischer und Billy Dee Williams, sowie Situationen, die verdammt an Star Wars-Szenen erinnern. 
Glücklicherweise konnte die Fangemeinde erreichen, dass die Weinsteins ihre verunstaltete, zerschnittene Version (in dieser war
der Grund für das irrsinnige Vorhaben bei George Lucas einzubrechen und vorab die erste Episode von Star Wars zu sehen – also die Krebserkrankung einer der Freunde – nicht mehr vorhanden) wieder zurückgezogen haben und nun die Kyle Newman-Fassung ins Kino kommt. Dadurch bekommt die Story erst die nötige Tiefe, denn schließlich ist die ganze Aktion für einen hehren Zweck und die Freunde finden richtig zusammen. Im Verlauf der Reise treffen die Jungen Entscheidungen fürs Leben und werden endlich erwachsen.

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Fazit: Fanboys ist ein gelungener Roadmovie für Star Wars-Fans, der durch Zitate und tolle Gastauftritte Punkten kann. So vergeben wir gerne 80/100 Punkten.
(CDW)

Ihr habt den Film gesehen? Dann habt ihr hier die Möglichkeit, ihn mithilfe der Sterne zu bewerten. Vergebt ihr einen Stern, dann hat euch der Film nicht gefallen – bei 6 Sternen wiederum hat er euch begeistert. Die Sterne dazwischen bilden die entsprechenden Abwertungen.

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Chéri – Eine Komödie der Eitelkeiten

Filmstart: 27.08.2009
Originaltitel: Chéri
FSK: Noch nicht bekannt
Verleih: Prokino
Laufzeit: 93 Minuten
Trailer: Klick hier
Regie: Stephen Frears
Drehbuch:
Christopher Hampton
Darsteller
: Michelle Pfeiffer, Kathy Bates, Rupert Friend, Felicity Jones, Frances Tomelty, Anita Pallenberg, Harriet Walter, Iben Hjejle, Gaye Brown

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Inhalt: Fred Peloux ist zwar erst 19, aber ein Lebemann. Als Sohn einer reichen Ex-Kurtisane lebt er ein sorgloses Leben ohne Entbehrungen. Doch dieses Leben langweilt ihn allmählich. Da kommt es ihm ganz gelegen, dass die reife Léa de Lonval – eine Freundin seiner Mutter und ebenfalls ehemalige Kurtisane – sich seiner annimmt. Was als Abmachung zwischen Léa und Madame Peloux begann, um den Sohn vor Drogen und falschen Freunden zu bewahren, entwickelt sich zu viel mehr. Was die erfahrene Léa und der ungestüme Fred – von ihr liebevoll Chéri genannt – anfänglich als kleine Affäre betrachten, wird zu einer langjährigen Beziehung. Erst als Freds Mutter den inzwischen 25-Jährigen mit der 19-Jährigen Edmée verheiratet, nimmt die Zweisamkeit des ungleichen Liebespaares ein abruptes Ende. Während Chéri mit der jungen und ebenfalls reichen Edmée die Ehe eingeht, bleibt Léa zurück und begreift erst jetzt, was der junge Mann für sie bedeutet hat…

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Unsere Meinung: Romanverfilmungen sind nicht gerade eine Seltenheit in unserer Kinolandschaft. Aber die Verfilmung von zwei Romanen, die erstmals in den Jahren 1920 und 1926 erschienen sind, ist schon etwas seltener. Einen solchen Fall stellt „Chéri“ dar. Die Autorin der Romane Sidonie-Gabrielle Claudine Colette wurde 1873 geboren und verarbeitete darin die Erfahrungen ihres skandalumwitterten Lebens. Michelle Pfeiffer verkörpert die alternde Edelkurtisane in Frührente gekonnt. Das sie mit dem Altern und der vergänglichen Schönheit hadert, passt besonders gut zu einigen Enthüllungen in den Medien, nach denen auch Pfeiffer beim Schönheitschirurgen nachgeholfen hat. Die Liebe ihrer Figur Léa zum Jahrzehnte jüngeren Chéri wird als kontroverse Gefühlslage dargestellt, endet letztlich aber als etwas holpriges Katz- und Mausspiel der beiden Verliebten. Mit den schönen Kulissen, opulenten Kostümen und durchdachten Dialogen weiß der Film durchaus zu unterhalten. Vor allem Kathy Bates als geldgierige Madame Peloux setzt echte Akzente. Trotzdem schafft es „Chéri“ nicht völlig zu überzeugen. Vielleicht ist es die nicht ganz schlüssige Geschichte, durch die man sich die Frage stellt, was man aus diesem Film nun mitnehmen soll. Liebesgeschichten gibt es immerhin wie Sand am Meer. Auch der Aspekt des zu großen Altersunterschiedes ist bereits oft beleuchtet worden. Ob „Chéri“ dieser Thematik etwas wirklich Neues abgewinnen kann, bleibt fraglich.

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Fazit: „Chéri“ ist eine Geschichte über die Liebe, über eine Beziehung, die aufgrund des Altersunterschiedes keinen Bestand hat. Gute Schauspieler und das Flair einer längst vergangenen Zeit machen den Film zwar interessant, doch die Geschichte reißt wahrscheinlich nur Vollblutromantiker und Genrefans von Kostümfilmen vom Hocker. Dafür von uns 65/100 Punkten.
(cap)

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Summertime Blues

Filmstart: 20.08.2009
Originaltitel: Summertime Blues
FSK: Ab 6
Verleih: Universum (Walt Disney)
Laufzeit: 116 Minuten
Trailer: Klick hier
Regie: Marie Reich
Drehbuch:
Friederike Köpf, Uschi Reich, Robin Getrost
Darsteller
: François Goeske, Sarah Beck, Zoe Moore, Karoline Eichhorn, Alexander Beyer, Christian Nickel, Maja Schöne, Jonathan Beck, Martin Tietjen

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Inhalt: Für Alex bricht eine Welt zusammen: Seine Eltern lassen sich scheiden. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, erfährt der Teenager, dass die Freundin seines Vaters schwanger ist. Alex kommt gar nicht zum Durchatmen, da offeriert ihm seine Mutter, dass sie jemanden kenngelernt hat und alle zusammen den Sommer in Kent, Südengland, verbringen werden. Eine Tochter hat der Neue auch noch und die kommt extra aus den USA geflogen. Na das kann ja was werden…

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Unsere Meinung:Summertime Blues” ist ein entzückender Jugendfilm, der neben den Unwägbarkeiten der Pubertät die großen Probleme von Scheidungskindern aufgreift. Als wäre es nicht schwer genug erwachsen zu werden, müssen sich Alex Eltern auch noch scheiden lassen. Der Mutter Diana fällt dazu nichts Besseres ein als: „wir waren doch nur noch wegen dir zusammen“. Super, das hört man gern. Der Vater (“Du, nenn mich doch jetzt Steffen”) hat sich nie um Alex gekümmert und will noch mit dem 15 jährigen in den Zoo gehen („das mochtest Du doch immer!“), aber was Alex noch weniger begeistert, dass Papas wesentlich jüngere Freundin auch noch schwanger ist und auf Familie machen will. Irgendwann möchte Alex nur noch allein sein, doch Diana lässt ihm keine Gelegenheit, Alex muss während der Sommerferien mit nach England. Dort trifft er dann auf die coole Louie, die ohne Eltern mit gefundenen Tieren in einem Stall lebt und nicht zur Schule geht. Dann ist da noch Faye, die Tochter von Dianas Freund. Für Alex das schönste Mädchen, das er jemals gesehen hat.
Man könnte meinen, “Summertime Blues” will zu viel des Guten, denn mit 116 Minuten ist er eigentlich viel zu lang. Jedoch transportiert er ausgezeichnet die Schuldgefühle und die Verwirrung eines Scheidungskindes, besonders eines in der Pubertät. So ist das Leben, möchte man sagen. Eltern, die es gut meinen, mit ihren unüberlegten Sprüchen aber alles noch schlimmer machen. Vorverurteilungen statt ernsthafter Gespräche, das allein gelassene Kind, Hauptsache man startet selbst erst einmal neu durch. In diesem ganzen Durcheinander dann die neue Umgebung, neue Menschen, die erste große Liebe. Das bringt einen mächtig aus den Tritt. François Goeske bringt dies alles perfekt herüber und überzeugt auf ganzer Linie. Absolut niedlich ist hier auch Zoe Moore als Louis, die man sich eher an Alex Seite gewünscht hätte als die etwas hochnäsig rüberkommende Sarah Beck. Aber wo die Liebe hinfällt…

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Fazit: “Summertime Blues” ist ein sympathischer Jugendfilm über das Erwachsenwerden. Scheidungskinder haben es da besonders schwer. Trotz seiner Überlänge sehenswertes Kino. Wir geben 80/100 Punkten.
(CDW)

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