Ice Age 3 – Die Dinosaurier sind los

Filmstart: 01.07.2009
Originaltitel: Ice Age: Dawn of the Dinosaurs
FSK: ohne Altersbeschränkung
Verleih: Fox
Laufzeit: 94 Minuten
Trailer: Klick hier
Regie: Carlos Saldanha
Drehbuch:
Jeff Siergey
Stimmen: Arne Elsholtz, Thomas Fritsch, Michael Iwannek, Daniela Hoffmann, Otto Waalkes

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Inhalt: Nachdem Sid, Manni & Co. im zweiten Teil von „Ice Age“ unter anderem die Schmelze kennen und zu überleben lernten, findet sich die „Herde“ im gegenwärtig dritten Teil in einer friedlichen Situation. Die Mammuts Manni und Elli befinden sich in freudiger Erwartung, Säbelzahntiger Diego ist darauf bedacht, sein „Softi-Image“ zu ändern und Sid möchte bei all der Liebdudelei und baldigem Mammutnachwuchs endlich auch eine eigene Familie gründen. Da sich Sids Traum nicht so einfach realisieren lässt und er sich allmählich überflüssig fühlt, zieht er sich kurze Zeit zurück. Der Denkprozess des Faultiers führt ihn in eine unterirdische Eishöhle, die ihm drei große Eier beschert. Sids Mutter- bzw. Vaterinstinkt ist geweckt und er ist der absoluten Überzeugung, die fremden – zunächst noch ungeborenen Kinder – aufzuziehen. Der spätere Blick in die Augen der geschlüpften Saurierbabys lässt nichts Gutes erahnen und führt Sid und den Rest der Herde buchstäblich in eine andere Welt…

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Unsere Meinung: Das Phänomen „Ice Age“ findet mit dem inzwischen dritten Abenteuer wieder den Weg in die Kinos. Alles erscheint größer. Die Detailverliebtheit, der Herdenzuwachs, potenzielle neue Feinde und eine nie erdachte andere Welt. 
Wie auch schon im zweiten Teil besteht die Herde aus den liebgewonnenen Figuren Manni, Elli, Diego, Chrash, Eddi und Sid. Zudem erhält Säbelzahneichhörnchen Scrat endlich auch mal eine Spielgefährten, die sich als wahrhaftig harte Nuss im Kampf um die geliebte Eichel entpuppt.
Sids Tollpatschigkeit ist es – mal wieder – zu verdanken, dass die Freunde ein weiteres Abenteuer erleben. Nach dem Schlüpfen der Dinosaurierbabys, um die sich Sid fürsorglich kümmert, ist auch deren Mutter auf dem Weg den verloren geglaubten T-Rex-Nachwuchs aufzuspüren. Zähe Verhandlungen sind vorprogrammiert und der Kompromiss für Sid nicht unbedingt von Vorteil. Mama T-Rex adoptiert das Faultier und bringt es in die unterirdische Saurierwelt, die farbenprächtig, unheimlich differenziert und urzeitlich erscheint. Mit Hilfe des Einsiedlers Buck (eine Wieselart) gelingt es den Freunden Sid auf die Spur zu kommen und ein potenzielles weiteres Herdenmitglied finden. 
Es steht außer Frage, die Animation ist noch besser als in den ersten beiden Teilen. Die dargebotene Action ist durch die angewandte 3D-Technik größer und viel ausgefeilter. Die Darstellung der Saurierwelt ist der allgemeinen urzeitlichen Vorstellung nachempfunden und reicht von kleinen Kreaturen bis zu riesigen, gefährlichen Pflanzen. Das einzige Problem des Films ist der Spaß. Er bleibt nicht komplett auf der Strecke, aber die Leichtigkeit und der Charme fehlen an vielen Ecken. Der Balanceakt zwischen dem Lachstoff für Groß und Klein gelingt nicht immer und noch seltener als in den beiden filmischen Vorgängern. Die Werte der wohl ungewöhnlichsten Herde aller Zeiten, die in Teil 1 und 2 essentiell waren, geraten im dritten Teil etwas in den Hintergrund. Auch wenn die Freundschaft aller untereinander wieder so weit reicht, die eigenen Leben zu riskieren, finden sich weniger Hinweise auf die Loyalität und das Vertrauen unter den Figuren, welche die anderen Filme auszeichneten. Nebenbei ergibt sich die Möglichkeit des Filmeratens mitten im Film. Einige Filmsequenzen in „Ice-Age 3“ erinnern zum Beispiel an „Herr der Ringe“, „Star Wars“, „Fluch der Karibik“ oder auch an „Ein Land vor unserer Zeit“.

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Fazit: Mehr Action, eine große, bunte und neue Welt, aber auch etwas weniger Spaß zeichnet „Ice Age 3 – Die Dinosaurier kommen“ aus. Grafikdesign auf allerhöchstem Niveau und wilde Verfolgungsjagden können leider nicht ganz darüber hinwegtäuschen, dass das Bedienen eines jungen und älteren Publikums zur gleichen Zeit eine nicht so leichte Aufgabe ist. Aus diesem Grund 70/100 Punkten.
(dw)

Ihr habt den Film gesehen? Dann habt ihr hier die Möglichkeit, ihn mithilfe der Sterne zu bewerten. Vergebt ihr einen Stern, dann hat euch der Film nicht gefallen – bei 6 Sternen wiederum hat er euch begeistert. Die Sterne dazwischen bilden die entsprechenden Abwertungen.

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Vorab: My Bloody Valentine (3D)

Filmstart: 20.05.2009
Originaltitel: My Bloody Valentine 3D
FSK:  keine Jugendfreigabe
Verleih: Kinowelt
Laufzeit: 101 Minuten
Trailer: Klick hier
Regie:
Patrick Lussier
Stimmen: Jensen Ackles, Jaime King, Kerr Smith, Kevin Tighe, Edi Gathegi, Tom Atkins, Betsy Rue, Megan Boone, Rich Walters, Karen Baum

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Inhalt: Eine schreckliche Tragödie veränderte einst die Kleinstadt Harmony auf ewig: Der junge Bergarbeiter Tom verursachte im Schacht einen Unfall. Fünf Kollegen starben, einer konnte im Koma geborgen werden: Es war Harry Warden. Genau ein Jahr später, an einem Valentinstag, erwachte Warden und brachte 22 Menschen mit der Spitzhacke um. Zehn Jahre danach kehrt Tom nach Harmony zurück. Die Todesfälle von einst machen ihm ebenso zu schaffen wie das ungeklärte Verhältnis zur Ex-Freundin Sarah, die inzwischen mit Kleinstadt-Sheriff Axel liiert ist. Ausgerechnet in dieser Nacht wird Harmony von seiner grausamen Vergangenheit eingeholt: Der Spitzhacken-Killer geht wieder um!

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Der 3D-Effekt: Das Kino der Angst erlebt durch My Bloody Valentine (3D) eine neue Art der Unmittelbarkeit: Wenn hier die Spitzhacke eines Bergarbeitermonstrums, aufgenommen mit den modernsten Mitteln der digitalen Stereoskopie auf uns niederfährt, wird der alte Angstschrei, der seit den Gebrüdern Lumiere durch das Kino hallt, mit ganz neuer Bedeutung gefüllt: Da rast was auf uns zu!
Michael Paseornek, ausführender Produzent von  My Bloody Valentine, zu der Strategie: „Wir haben mit herkömmlichen Techniken und sehr wenig Spezialeffekten gearbeitet, dabei aber das Gefühl für die Tiefe des Raumes verstärkt.“ Es ginge darum, dass der Zuschauer in die Umwelt versinkt und nicht einfach mit Spezialeffekten abgefüllt wird. Paseornek weiter: „Wenn man ein Teil der Umwelt wird und nicht nur einfach draufschaut, ist der Gruseleffekt viel größer: Wenn eine Taschenlampe aufleuchtet, dann blendet sie dich. Und wenn der Bergarbeiter eine Spitzhacke schwingt, dann geht sie förmlich durch dich durch.“ 
„Patrick hatte genau den richtigen Ansatz, um die 3D-Technik in all ihren Möglichkeiten zur Entfaltung zu bringen“, erklärt Produzent Murray. „Manchmal müssen die Bilder geradezu nach dir schnappen, aber es muss auch Momente geben, wo Du einfach nur in die Erzählung eintauchst. Ergänzt mit anderen Trickelementen wie Prothesen, Stunts und Bildeffekten dringt der Horror bis in die Eingeweide vor.“
Durch den Gebrauch der 3D-Bilder sah Patrick Lussier (Regisseur) unerschlossene Aspekte für die Geschichte: „Das Gefühl von Klaustrophobie und das Gefühl in der Falle zu sitzen wird durch die neue Technik auf die
Spitze getrieben. Eine solche Erfahrung hat das Publikum noch nicht gemacht.“
„Es gibt nichts Schlimmeres als eine Person zu verlieren, die dir nahe steht. Wenn die Zuschauer also ganz nahe bei den Figuren sind, reißt es sie aus den Sitzen, wenn sie in Gefahr geraten. Durch den 3D-Effekt verstärkt sich dieses Gefühl noch, Teil der Geschichte zu sein. Jetzt rettet dich kein Blick mehr auf die Leute in der Reihe vor dir, du wirst gleichsam in den Film reingezogen.“

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Läuft wo?: Der Film läuft ab 20.Mai in folgenden UCI-Kinos (weitere Spielstätten findet ihr auf der offiziellen Seite zum Film): Am Eastgate Berlin, Bad Oeynhausen, Colosseum Berlin, Duisburg, Düsseldorf, Elbe Park Dresden, Flensburg, Hürth Park, Kaiserslautern, Mundsburg Hamburg, Othmarschen Park Hamburg, Paderborn, Potsdam, Ruhr Park Bochum, Smart City Hamburg, Wilhelmshaven, Zoo Palast Berlin.

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Monsters vs. Aliens (3D)

Filmstart: 02.04.2009
Originaltitel: Monsters vs. Aliens
FSK:  Ab 6
Verleih: Paramount
Laufzeit: 95 Minuten
Trailer: Klick hier
Regie:
Rob Letterman, Conrad Vernon
Stimmen: Diana Amft, Oliver Kalkofe, Ralf Moeller, Sebastian Höffner

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Inhalt: Susan Murphy ist glücklicher denn je: Die Hochzeit mit ihrer großen Liebe, dem Wetter-Sprecher Derek, steht kurz bevor und alle freuen sich auf eine schöne Trauung. Doch dann kommt alles ganz anders: Nachdem Susan von einem seltsam leuchtenden Meteor aus dem Weltraum getroffen wird, wächst sie auf gewaltige 15 Meter an. In Windeseile ist das Militär zur Stelle, um sie erst einmal unschädlich zu machen und in Gewahrsam zu nehmen. Als sie wieder zu sich kommt, findet sie sich an einem geheimen Stützpunkt wieder und steht weiteren Monstern und Mutationen gegenüber, zu denen sie nun auch gezählt wird: Bob, der kein Gehirn besitzt und nur aus einer schleimigen Masse besteht, der 200.000 Jahre alte Fischprimat Missing Link, der schlaue Prof. Dr. Kakerlake, der sich bei einem misslungenen Experiment selbst in eine Mischung aus Mensch und Kakerlake verwandelt hat und Insektosaurus, eine gigantische Raupe. Susan wird hier in Gigantika umgetauft und hat große Probleme damit, sich in ihre neue Situation einzufinden und ihr bisheriges Leben als Vergangenheit zu akzeptieren. Als ein außerirdischer Roboter auf der Erde landet, werden nun erstmals die Monster auf den Plan gerufen: Sie sollen den gigantischen Roboter vernichten und die Menschen damit retten. Gigantika sieht in dieser Freilassung vor allem ihre Chance gekommen, ihren Zukünftigen aufzusuchen und wieder mit ihm glücklich zu werden. Wird sie dennoch helfen, den Roboter aus dem All zu bekämpfen? Und ist ihr altes Leben überhaupt noch weiterzuführen?

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Unsere Meinung: Der neuste animierte Streich aus dem Hause Dreamworks (Shrek 1-3, Madagascar 1-2, Kung Fu Panda) ist ein actionreicher ScFi-Film für Jung und Alt. Nach der kurzen Einführung durch die Hauptfigur Susan, die ganz frisch und unverhofft zum „Monster“ wird, geht es schnell mit wilden Verfolgungsjagden und lustigen Sprüchen zur Sache. Für Kinder handelt sich um eine spannende Geschichte rund um den Kampf liebenswerter, aber ungewöhnlicher Superhelden gegen die bösen Außerirdischen. Für Erwachsene verbirgt sich dahinter aber noch viel mehr, wodurch der Film für sie mindestens genau so gut geeignet ist. „Monsters vs. Aliens“ geizt nicht mit Anspielungen auf viele Filmklassiker, denen die Themen Monster, Alien oder Science-Fiction nahe liegen. So z.B. „Der Blob“, „Der Tag an dem die Erde still stand“ oder „Die 20 Meter Frau“. Der dümmliche Präsident, der dem außerirdischen Roboter ein Lied auf dem Keyboard vorspielt oder der strenge General Monger, der trotz seiner hohen Berufserfahrung gar nicht so alt aussieht, zeigen zudem, wie stark der Film mit Seitenhieben und Anspielungen auf Genreklassiker aus Hollywoods Traumfabrik eingeht. Dieses Vorgehen dürfte den Meisten ja bereits aus Shrek bekannt sein. Den Film zusätzlich als 3D-Abenteuer zu genießen, erhöht den Spaßfaktor zusätzlich: Der Zuschauer fühlt sich mitten im Geschehen und kann mit dieser neuen Perspektive noch mehr aus dem Film mitnehmen. Auch wenn die Lacher-Dichte mal zu- und mal abnimmt, ist der Streifen durchgehend unterhaltsam und die kreierten Figuren nicht nur originell, sondern auch sympathisch. Die Kleinen können mitfiebern und die Großen können sich an viele andere Filme erinnert fühlen und dennoch ein individuelles Kinoerlebnis erfahren. 

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Fazit: Ein unterhaltsames und meist actionreiches Animationsabenteuer, bei dem sowohl Jung als auch Alt auf ihre Kosten kommen. Wenn möglich, sollte dieser Film aber in 3D angeschaut werden, denn so wirkt das bunte Treiben noch viel besser. Die Dreamworks-Klassiker wie „Shrek“ sind schwer zu erreichen, aber „Monsters vs. Alien“ sollte man dennoch nicht verpassen. Das gibt von uns 80/100 Punkten.
(cap)

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