Filmstart: 26.06.2008
Originaltitel: Charlie Bartlett
FSK: Ab 12
Verleih: Senator/Central
Laufzeit: 98 Minuten
Trailer: Klick hier
Regie: Jon Poll
Darsteller: Anton Yelchin, Robert Downey Jr., Hope Davis, Tyler Hilton, Kat Dennings, Mark Rendall, Megan Park, Ishan Davé, Jonathan Malen, Jake Epstein, Brendan Murray, Kim Roberts (u.a.)

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Inhalt: Charlie Bartlett ist nicht gerade, was man einen Musterknaben nennen würde. Auch dieses Mal fliegt er von der teuren Privatschule, auf die ihn seine völlig überforderte Mutter Marilyn geschickt hat. Nun sieht sie nur noch einen Ausweg: Eine Erziehung in einer ganz normalen öffentlichen Schule. Schnell muss Charlie Bartlett jedoch feststellen, dass die Dinge hier ein wenig anders laufen. Doch Charlie ist ein Meister der Anpassung. Mit seinem unbeugsamen Optimismus, seiner wachen Intelligenz und seinem untrüglichen Gespür für ein gutes Geschäft fällt ihm auch hierfür eine Lösung ein. Um bei seinen Mitschülern Sympathiepunkte einzuheimsen, eröffnet Charlie kurzerhand eine kleine Psychotherapeutenpraxis auf der Schultoilette und gibt zu den guten Ratschlägen jede Menge blauer, rosafarbener und grüner Pillen. Sein Arsenal an Medikamenten reicht von Prosac über Retalin bis hin zu Haldol. Doch schon bald merkt er, dass seine Schulkameraden weit mehr brauchen, als nur bunte Pillen…

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Unsere Meinung: Im Grunde genommen ist Charlie Bartlett ein richtig cooler Typ und der gleichnamige Film wirklich sympathisch. Vor allem deswegen, weil sich diese Teenie-Komödie von seinen Genrekollegen wohlwollend abhebt. Fast ohne Witze über den Genitalbereich schafft es der Film über 90 Minuten zu füllen – eigentlich in diesem Genre ja ein Ding der Unmöglichkeit. Leider hat aber auch Charlie Bartlett ein riesiges Manko: Der warnende Zeigefinger ist viel zu deutlich zu spüren.
Charlie Bartlett wurde nämlich mit einer schwierigen Mission auf die Reise durch die Lichtspielhäuser geschickt: Den Eltern soll er erklären, dass sie ihren Kindern mehr zuhören sollen. Und den Heranwachsenden soll er sagen, dass sie an ihre Träume glauben, notfalls auch für sie kämpfen müssen. In vielen Szenen gelingt Charlie Bartlett der Balanceakt zwischen Komödie und „Lehrfilm“. Allerdings gibt es auch Szenen, in denen dann so empathisch dahergeredet wird, dass der Film teilweise wirklich anfängt zu nerven.

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Fazit: Charlie Bartlett ist ein Film für alle Jugendlichen, die abseits von komischen Sexstellungen und lautem Gestöhne auch über andere Dinge lachen können. Zwar wirkt der Film teilweise zu belehrend, insgesamt reicht es aber zu einer soliden Komödie und damit auch zu wirklich soliden 65/100 Punkten.
(ts)

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