Filmstart: 04.06.2009
Originaltitel: Der rote Punkt
FSK:  ohne Altersbeschränkung
Verleih: Movienet
Laufzeit: 82 Minuten
Trailer: Klick hier
Regie:
Marie Miyayama
Drehbuch:
Marie Miyayama, Christoph Tomkewitsch
Darsteller: Yuki Inomata, Hans Kremer, Orlando Klaus, Zora Thiessen, Imke Büchel, Shinya Owada

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Inhalt: Aki lebt in Japan. Als sie mit ihrer Mutter zusammen Tee trinkt und sie ihr anschließend etwas zeigt, entdeckt Aki das Paket, welches die Familie vor vielen Jahren geschickt bekommen hat. Jetzt, da sie alt genug ist, besteht sie darauf, das Paket öffnen zu dürfen. Als sie das Klebeband entfernt und den Deckel anhebt, entdeckt sie einen Anhänger, viele Landkarten und eine Kamera, in der noch ein Film steckt. Nachdem sie die wenigen Bilder entwickeln lassen hat, packt sie die Neugier nach ihren Wurzeln. Auf den Bildern sind ihre eigentlichen Eltern und ihre kleine Schwester zu sehen, die bei einem Autounfall ums Leben kamen. Eine der Landkarten weckt Akis Neugier abermals. In der Nähe von München ist ein roter Punkt markiert, dem Aki auf die Spur kommen möchte.
Und so lässt sie ihre Familie, das Studium und ihren Freund in Japan zurück und begibt sich auf die Reise nach Deutschland. Dort angekommen, fragt sie sich mit ihren wenigen Deutschkenntnissen durch und gelangt schließlich zu einer Familie, die ihr bei der Suche sehr behilflich ist.

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Unsere Meinung: Maire Miyayamas schafft mit ihrem ersten Spielfilm ein sehr eindrückliches Kinoerlebnis. Dem Thema angemessen, wird die tragische Geschichte der Aki ruhig und besonnen erzählt. Akis Charakter unterstützt auf wunderbare Weise diesen Effekt und lässt dem Besucher Zeit, das Gesehene zu verarbeiten.
Im Laufe des Films entstehen zwei Pole. Dem Zuschauer werden einzelne Handlungsweisen der Personen bewusst und es wird deutlich, welche Folgen der Unfall von Akis Familie auch für die andere Familie hat. Ohne hier weiter vorgreifen zu wollen – unter dem Aspekt, dass diese Geschichte teils fiktiv und teils wahrheitsgemäß verarbeitet wird, ist „Der rote Punkt“ sehr beeindruckend.
Schauspielerisch muss sich Yuki Inomata nicht verstecken. Die persönliche Entwicklung der Aki spielt sie glaubhaft und die Stimmung des Films spiegelt sich in ihr wider. Wenn möglich, sollte die 1982 geborene Japanerin im Auge behalten werden. Es müsste sich lohnen. 

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Fazit: Das doch teils offene Ende lässt Raum für Interpretationen. Jeder darf sich nach dem Film in die Rolle der 18-jährigen Aki hineinversetzen und weiterdenken. Den roten Punkt legen wir allen ans Herz, die Filme mit Tiefgang und guter Umsetzung mögen. Die 82 Minuten lohnen sich wirklich, deswegen bekommt Miyayamas „roter Punkt“ von uns 90 von 100 Punkten.
(pia van paulsen)

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