…warum quält ihr mich denn so?

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Die Schauspielerin Nikki war eigentlich schon von der Bildfläche verschwunden, bis sie ein Angebot für eine Rolle bekommt. Wenig später entpuppt sich der Film als Remake. Das Fatale daran: Der erste Film wurde nie fertig gestellt, da die Schauspieler alle ums Leben kamen…
Klingt bis hier hin noch völlig normal. Doch ab diesem Zeitpunkt verschwimmen Realität und Fiktion, das Grauen für den Zuschauer nimmt seinen Lauf…

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Ich war vorbereitet: „Lynch-Filme sind kompliziert“. Inland Empire besteht ab dem Mittelteil nur noch aus wild zusammen gewürfelten Szenen. Viele ergeben, zumindest am Anfang, keinen Zusammenhang. Ständig schreit oder dröhnt etwas. Ich will hier rauß!
Geschickt der Lynch. Da dreht er den Film doch einfach mit Überlänge und genau deswegen bleibt man dann doch im Kinosaal: Der Überlängenzuschlag!
Ich habe mein Geld für einen kompletten Film bezahlt. Also blieb ich sitzen und sitzen und sitzen…
Der Film war schrecklich! Und das ist noch untertrieben. Bei mir ist genau das passiert, was wohl nicht passieren sollte: Ich konnte die Fragmente nicht zu einem Ganzen zusammenfügen. Ich konnte rosa Hasen, singende Polen und ein heiteres Sexspiel also nicht miteinander verbinden…

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Insgesamt gibt’s 40/100 Punkten für Inland Empire. Atmosphäre super, die Handlung eher weniger. Lynch-Fans werden voll auf ihre Kosten kommen, ich bin aber nun mal keiner!
Als besonders schrecklich empfand ich das Ende. Man freut sich, als der Abspann beginnt. Doch dann sieht man noch 5 Minuten lang Füße tanzen…Spätestens da wusste ich: Du musst hier rauß, sonst gehst du womöglich nie wieder ins Kino. Einmal Lynch – Nie wieder Lynch! Ich habe genug!

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