Filmstart: 06.08.2009
Originaltitel: Maria, ihm schmeckt’s nicht!
FSK: ?
Verleih: Constantin
Laufzeit: 96 Minuten
Trailer: Klick hier
Regie: Neele Leana Vollmar
Drehbuch:
Jan Weiler, Daniel Speck
Darsteller: Lino Banfi, Christian Ulmen, Mina Tander, Sergio Rubini, Maren Kroymann, Gundi Ellert, Peter Prager, Paolo de Vita, Ludovica Modugno, Lucia Guzzardi, Nino Bellomo

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Inhalt: Jan (Christian Ulmen) möchte heiraten. Seine Verlobte Sara (Mina Tander) hat eine deutsche Mutter und einen italienischen Vater, der den Familienclan fest im Griff hat. Die Verkündung der Heiratspläne verbunden mit dem ersten Besuch bei Saras Eltern, verläuft nicht gerade reibungslos. Aus der Idee im kleinen Kreis zu heiraten wird nichts, denn Jans zukünftiger Schwiegervater Antonio (Lino Banfi), der Mitte der 60er Jahre als Gastarbeiter nach Deutschland reiste, besteht auf eine Heirat im italienischen Heimatort der Familie Campobello. Schon während der Reise nach Italien lernt Jan seinen Schwiegervater in spe so richtig kennen…

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Unsere Meinung: Der auf dem Erfolgsroman von Jan Weiler basierende Film „Maria, ihm schmeckt’s nicht“ könnte sich als erfrischende Sommerüberraschung entpuppen. Das mediterrane Flair der Filmkulisse geht leicht auf den Zuschauer über. Das schöne, sonnige und vor allem stressfreie Italien auf Zelluloid lädt geradezu zum Abschalten des Alltagstresses ein. 
Saras Familie kennt keine Sorgen. Auch keine Vorsorge. Und damit verbunden auch keine Ordnung wichtiger Dokumente. Gerade die sind es nämlich, die plötzlich die Hochzeit gefährden. In italienischen Behörden wird meist alles „domani“ (morgen) geklärt. Planänderungen gehören immer dazu und eigentlich weiß auch Jan nie genau, woran er ist. Die italienische Mentalität und das mediterrane Essen stellen sich ihm in die Quere. Und die weichen italienischen Schlafmatratzen lassen ihn auch Nachts nicht zur Ruhe kommen. Zu allem Überfluss gibt es in der chaotischen Dokumentenablage der italienischen Großfamilie auch noch Lücken. Sara ist formal gesehen gar nicht geboren und Vater Antonio nicht einmal verheiratet. Ohne Geburtsurkunde gibt es keinen italienischen Pass. Zu dumm, dass eben dieser Sara erst vor den italienischen Traualtar bringen kann. Familienoberhaupt Antonio Marcipane schickte eben nicht alle neuen Dokumente in die italienische Heimat, als er in den 60er Jahren nach Deutschland kam und eine eigene Familie gründete. Die typisch deutschen Geflogenheiten wie Ordnung, Disziplin und Pünktlichkeit sind Antonio noch immer fremd. Sein Schwiegersohn in spe trägt diese Eigenschaften zu 100 Prozent. So kommt unweigerlich der Moment, in dem die unterschiedlichen Mentalitäten aufeinanderprallen und sich Jan zu fragen beginnt, ob er Sara und vor allem ihre Großfamilie (mit-) heiraten möchte. 
All die kleinen Probleme wie die italienische Sprache, das italienische Essen und die absolute Planlosigkeit lassen Jan allmählich durchdrehen. 
Der Spagat zwischen frisch verliebt und wahnsinnig werden gelingt Christian Ulmen nur zu gut. Ihm gegenüber stehen seine Verlobte Sara, die immer italienischer wird und Platzhirsch Antonio, der sowieso eine eigene Weltauffassung hat. Das Spiel mit typischen Vorurteilen und Stereotypen ist keineswegs 0815, sondern wird äußert charmant in Szene gesetzt. Die oft aus Unwissenheit entstehenden, komischen Situationen sind tatsächlich witzig und halten sich zudem über die gesamte Filmlänge. Grund dafür ist das gesamte Schauspielerensemble, das so überzeugend agiert, dass einem durch das Lachen die Tränen in die Augen schießen.

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Fazit: Christian Ulmen als „typisch Deutscher“ mit den so typischen Problemen fern der Heimat ist einfach hinreißend! Der Film ist charmant, witzig und so angenehm leicht wie eine Sommerbrise. Eine absolute Überraschung, die es sich wirklich lohnt anzusehen! 85/100 Punkten.
(dw)

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Kommentare

1 Kommentar
  1. hi, ich war mit einer italienerin (michela) aus marsico nuovo zusammen und ich dachte jemand hat unsere geschichte verfilmt. original, ich hab so gelacht und ich war auch traurig, dass ich dieses durcheinander nicht mehr habe. sogar dass mit dem auge….jemand hat ein auge auf uns geworfen hab ich erlebt, dann hat die mama (catarina) alles weggeschmissen was sie geschenkt bekommen hat und mit einem sohn (saverio) sollte ich nach italien fahren zur teufelsaustreibung

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