Filmstart: 10.04.2008
Original-Titel: Outsourced
FSK: ohne Altersbeschränkung
Verleih: academy films / Fox
Laufzeit: 102 Minuten
Trailer: Klick hier
Regie: John Jeffcoat
Darsteller: Josh Hamilton, Matt Smith, Ayesha Dharker, Larry Pine, Asif Basra, Sudha Shivpuri, Shriti Tyagi (u.a.)

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Inhalt: Der Call-Center Manager Todd aus Seattle wird gefeuert. Nein, gefeuert ist nicht das richtige Wort. Heutzutage wird ausgelagert, oder zu Neudeutsch „outgesourced“. In diesem Fall wird Todd nach Indien geschickt, wo der Amerikaner freundliche, aber chaotische Einheimische auf amerikanisches Call-Center-Niveau anpassen und seinen eigenen Nachfolger einarbeiten soll.
Die Hitze, die neuen Gepflogenheiten, Missverständnisse im Team und im Alltag – Todd stößt überall an seine Grenzen und sehnt sich nach Hause. Bis er sich auf den Kulturschock einlässt und begreift, dass auch er dazulernen muss. Über Indien und Amerika, über die Liebe und vor allem auch über sich selbst. Langsam bemerkt er, dass es auch Vorteile haben kann, ausgelagert zu sein…

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Unsere Meinung: Dieser Film ist so unglaublich sympathisch, dass er sich leicht in einem Wort beschreiben lässt: zuckersüß.
Noch zu Beginn zweifelt man, ob man es hier wieder mit einer dieser öden und mit Fäkalwitzen überschütteten Komödie zu tun hat. Aber spätestens dann, als sich die Handlung nach Indien verlagert, mit Vorurteilen, Klischees und den Wörtern gespielt wird, merkt man, dass dieser Film einen völlig eigenen Charme versprüht, mit dem kaum eine andere Komödie mithalten kann.
Der Film läuft nur 102 Minuten und trotzdem fühlt man sich nach dieser kurzen Zeit in Indien so heimisch, dass man diesem Streifen am liebsten noch stundenlang zusehen möchte. Dank dieser ganzen guten Laune, die sich in kürzester Zeit auf den Zuschauer überträgt, kann man sogar über einige Längen hinwegsehen, die aber – objektiv gesehen – leider vorhanden sind. Und auch die Liebesgeschichte, die man schon aus tausenden anderen Filmen kennt, stört hier nicht. Irgendwie passt sie sogar in das Land, zu den Schauspielern und zu dem ganzen Ambiente.
Man könnte noch so viele tolle Dinge schreiben, die den Film ausmachen. So wird er in einigen Minuten richtig sozialkritisch und präsentiert uns die volle soziale Bandbreite des heutigen Indiens. Lösungen kann der Film zwar nicht bieten, aber immerhin weist er wieder auf die bestehenden Probleme hin.

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Fazit: Dieser Film ist einfach die perfekte Einstimmung auf den bevorstehenden Sommer. Mit vielen guten Witzen, toller Musik und kaum langweilig präsentiert sich dieser Film, von dem wohl die meisten Menschen noch nie etwas gehört haben. Insgesamt bekommt der Film gute 85/100 Punkten. Abzug gibt es nur für einige Längen, die man aber kaum bemerkt…
(ts)

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