Filmstart: 15.05.2008
Originaltitel: Paranoid Park
FSK: Ab 16
Verleih: Peripher
Laufzeit: 85 Minuten
Trailer: –
Regie: Gus Van Sant
Darsteller: Gabe Nevins, Jake Miller, Taylor Momsen, Lauren McKinney, Daniel Liu, Winfield Jackson, Grace Carter, Jay „Smay“ Williamson, Olivier Garnier

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Inhalt: Am Rande der U.S. amerikanischen Hafenstadt Portland (Oregon) haben junge Aussteiger, Kids der Unterschicht, jugendliche Kriminelle und Außenseiter einen illegalen Skatepark errichtet, der auf Grund seiner berüchtigten, welt-fremden Erbauer und Nutzer, die zum Teil sogar dort leben, von allen als „Paranoid Park“ bezeichnet wird.
Die Jugendlichen aus Portlands Mittelschicht leben im Gegensatz zu den Outlaws ein Leben in geruhsamer Langeweile und vertreiben sich ihre Zeit mit den gängigen Versuchen dieser Langeweile zu entfliehen, wie Alkohol, Fastfood, Sex, Skateboardfahren.
Der skatende Teenager Alex fühlt sich von den Außenseitern im Paranoid Park angezogen und wagt sich eines Tages dort hin. Er lernt ein paar der Parkbewohner kennen und wird an diesem Abend in einen tragischen Unfall verwickelt, bei dem er Mitverursacher, vielleicht Mitschuldiger ist.
Die Polizei macht sich auf die Suche nach den Umständen und den vermeintlichen Tätern.

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Unsere Meinung: Der Film begleitet Alex. Durch die Nähe der Bilder versucht er dessen Emotionen aufzunehmen. Er fragt den Zuschauer (und sich) beständig: Was ist mit Alex?
Der Aufbau des Films ermöglicht einem dabei den Protagonisten aus verschiedenen Blickwinkeln zu beobachten.
Auch wenn das Verhalten des Hauptdarstellers nicht immer voll und ganz überzeugend gespielt ist, man die Abtrünnigkeit der Park-Skater nicht so recht erkennt (es vielleicht aber auch nichts zu erkennen gibt?), wird man von dem Film in die Atmosphäre von Alex’ tristem Teenagerleben hineingezogen.
Als wären sie ein gefilmter Soundtrack dieses Lebens, erzeugen die vielen dazwischen geschnittenen, verlangsamten Amateur-Skatevideos im Kontrast zu den gezeigten Tricks einen gleichmäßigen, an sanfte Wellen erinnernden Rhythmus.

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Fazit: Ein ziemlich trauriger Film, der – zum Glück – keine Antworten parat hat. 65/100 Punkten.
(roberto)

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