Filmstart: 05.06.2008
Originaltitel: Prom Night
FSK: Ab 16
Verleih: Sony
Laufzeit: 87 Minuten
Trailer: Klick hier
Regie: Nelson McCormick
Darsteller: Brittany Snow, Scott Porter, Jessica Stroup, Dana Davis, Collins Pennie, Jonathon Schaech, Jana Kramer, Rachel Specter, Kelly Blatz, Joshua Leonard, Debbie Entin, Jessalyn Gilsig

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Inhalt: Nachdem Donnas Eltern und ihr jüngerer Bruder von ihrem ehemaligen, psychopathischen Lehrer brutal ermordet wurden, versuchen Freunde und Verwandte Donnas Leben wieder in „normale“ Bahnen zu lenken. Der Abschlussball, die sogenannte „Prom Night“ soll für sie die Krönung ihrer Highschoolzeit und die schönste Nacht ihres Lebens werden. Doch die grausame Vergangenheit holt sie wieder ein: Der Killer ist aus dem Gefängnis ausgebrochen und will sich nun an allen rächen, die sich ihm und seiner krankhaften Liebe zu Donna entgegenstellen – und zwar ausgerechnet in der Nacht des Abschlussballs. Für Donna und ihre Freunde beginnt ein Kampf um Leben und Tod, wobei der sadistische Killer ihnen immer einen Schritt voraus zu sein scheint.

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Unsere Meinung: Dieser Film grenzt schon fast an eine Unverschämtheit. Als ob es nicht schon genug seichte Horror-(Splatter)-Filme geben würde. Nein, da braucht es noch einen Film wie Prom Night, der das Genre nicht irgendwie weiterentwickelt, nein, er macht es gänzlich lächerlich. Es ist wieder so eine Art „Horror-Film“, die man auch gut und gerne als „blutige“ Komödie in die Kinos bringen könnte. Unter dieser Bezeichnung wäre der Film vielleicht sogar etwas hochwertiger?
Beginnen wir einfach mal mit der Story: Wir versuchen ja möglichst immer nur die „Grundprobleme“ des Filmes in den Inhalt zu schreiben, so dass der Film für die Leute, die ihn sehen möchten, noch möglichst spannend bleibt. Das ist bei Prom Night nur schwer möglich. Die Story ist so vorhersehbar, dass sich jeder das Ende schon denken kann. Welcher Regisseur würde denn die heldenhafte Blondine gegen den bösen Killer verlieren lassen? Das wäre wirklich ein Stilbruch und undenkbar. Nicht nur die Story, sondern auch die Dialoge sind wirklich mehr als seicht. Im Soap-Niveau dümpelt der Film vor sich hin und ständig fragt man sich, ob man an einem Abschlussabend wirklich über so belanglose Dinge spricht, wie es die Charaktere hier vormachen. Da wird plötzlich die Schönheit der anderen Blondine und die Menstruation der Freundin zum Hauptproblem – zur Freude der Zuschauer. Die sitzen nämlich im Saal und Lachen, anstatt sich zu Gruseln. Zwar gibt es ein oder zwei seichte Schockmomente, die sind aber so vorhersehbar, dass sie höchstens Genre-Anfänger aus der Reserve locken dürften.
Für alle Tokio Hotel Fans bietet der Film dann noch ein ganz besonderes Highlight: Die Band hat es tatsächlich in den Film geschafft und durfte einen Song zum Soundtrack beisteuern. Ob dieser anfängliche Ohrenschmaus nun eine Vorwarnung für die bevorstehende Qualität des Filmes sein sollte oder laut „Sound Director“ wirklich zum Film passt, werden wir wohl nie erfahren…

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Fazit: Für Horror- und Splatterfans ist dieser Film eine Beleidigung höchsten Grades. Eine Story, die wirklich total an den Haaren herbeigezogen ist, dämliche Dialoge und Schauspieler, die sich mit ihren Leistungen alle gegenseitig unterbieten…Gähn. Ein weiterer einfallsloser Splatterfilm, den niemand im Kino gebraucht hätte. 10/100 Punkten. Aber auch nur, weil sich der Regisseur fein an alle Genre-Regeln gehalten hat. Braver Kerl.
(ts)

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