Filmstart: 30.07.2009
Originaltitel: The Proposal
FSK: ohne Altersbeschränkung
Verleih: Walt Disney
Laufzeit: 108 Minuten
Trailer: Klick hier
Regie: Anne Fletcher
Drehbuch: Pete Chiarelli
Darsteller: Sandra Bullock, Ryan Reynolds, Mary Steenburgen, Betty White, Craig T. Nelson, Denis O’Hare

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Inhalt: Sie ist alleinstehend, erfolgreich und Kanadierin. Margaret Tate (Sandra Bullock) ist eine ehrgeizige Verlagslektorin in New York, die direkt und geradeaus ihre Meinung vertritt und dadurch oft im Kollegenkreis aneckt. Ihre besonderen Charakterzüge bekommt vor allem ihr Assistent Andrew Paxton (Ryan Reynolds) zu spüren, der ihr dennoch bereitwillig jeden Wunsch von den Lippen abliest. 
Als ein wichtiges und nicht so leicht aus der Welt zu schaffendes Problem stellt sich Margaret Tates auslaufendes US-Visum dar. Ein Bleiberecht würde ihr nur durch einen amerikanischen Ehemann zustehen. Aufgrund mangelnder Alternativen heuert sie ihren zunächst verdutzten Assistenten Andrew an, verlauten zu lassen, sie seien verlobt. Nicht nur die Kollegen sind mehr als erstaunt, auch der Sachbearbeiter der Einwanderungsbehörde traut dem Liebespaar nicht über den Weg. Die Situation ist beiden zunächst alles andere als angenehm und die Sache wird noch viel komplizierter, als ein Besuch bei Andrews Eltern in Alaska ansteht.

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Unsere Meinung: Das Sandra Bullock komödiantisches Talent besitzt, steht außer Frage. Doch auch ihr männlicher Gegenpart schlägt sich wacker. 
Margaret, die unnahbare und gefühlskalte Chefin, taut erst in der ihr befremdlichen familiären Atmosphäre in Alaska auf. Und auch Andrew zeigt durch das Aufeinandertreffen mit seinem Vater (der Sohn möge doch bitte die Familienfirma übernehmen und seinen Assistentenjob endlich vergessen) andere Charakterzüge, als die ihm attestierten Attribute: smart, zuvorkommend und höflich. 
Offiziell das liebende Paar spielend, fliegen hinter der gemeinsamen Schlafzimmertür in der familieneigenen Villa mehr als einmal die Fetzen. Erst durch allmähliches Kennenlernen steigt beiderseits das Interesse. Das Nachhaken anderer Familienmitglieder fördert zudem den kreativen Prozess beider, ein gekonntes Lügennetz zu spinnen. In den „Klauen“ Andrews schräger Familie öffnet sich Margarets harte Schale allmählich. Und so wenig hässlich ihr wahrer Charakter ist, so wunderschön breitet sich das Landschaftsbild Alaskas (übrigens Drehort war Massachusetts!) auf der Kinoleinwand aus. Und da nun schon einmal alle Familienangehörigen anwesend sind und eine Hochzeit ohnehin geplant ist, kann diese auch einen Tag später auf dem familiären Anwesen stattfinden.
So gesehen nicht die schlechteste Idee, aber der Weg dahin ist nicht sehr leicht und tatsächlich durch viele Vorkommnisse witzig in Szene gesetzt.
Die Wandlung Margarets nimmt man Sandra Bullock ab. Sie schafft es über 108 Minuten durchweg zu unterhalten. Gleiches trifft auf Ryan Reynolds als Andrew zu. Doch vor allem die Großmutter Andrews – Annie (Betty White) – reiht sich als liebenswerter Charakter in die Schauspielerriege ein, die einem so manchen lustigen Moment beschert. 
Sicherlich ist von einer Disney-Produktion nicht allzu viel „Offenheit“ zu erwarten, aber gerade diesbezüglich sorgt ein besonderes Aufeinandertreffen von Andrew und Margaret für den vielleicht witzigsten Moment im Film.

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Fazit: „Selbst ist die Braut“ ist eine witzige und erfrischende Sommerkomödie. Das Manko der Vorhersehbarkeit wird durch das harmonische Zusammenspiel beider Hauptcharaktere und des gut besetzten Casts gut ausgeglichen. Das die Geschichte nur wenig Substanz hat, sei nun einmal dahin gestellt. Immerhin spielt der Film vor einer traumhaften Kulisse Alaskas (zu finden in Massachusetts). Wer also ins Kino gehen, abschalten und einfach mal wieder lachen möchte, dem sei dieser Film empfohlen. Dafür 65/100 Punkten.
(dw)

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