Filmstart: 14.8.2008
Originaltitel: Star Wars: The Clone Wars
FSK: Ab 12
Verleih: Warner
Laufzeit: 98 Minuten
Trailer: Klick hier
Regie: Dave Filoni

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Inhalt: Die Galaxis steht am Scheideweg. Die Separatisten, angeführt vom dunklen Sith Count Dooku, verbreiten zunehmend Unruhe und Chaos, vor allem in den äußeren Gebieten, dem so genannten Outer Rim. Dabei gelingt es Dookus Droidenarmee, die Klonarmee der Republik und die Jedi in zahllose Kämpfe zu verwickeln. Dadurch können sie ihrer Hauptaufgabe, die Wahrung des Friedens, nicht mehr nachkommen. Die Galaxis droht in Anarchie zu versinken. Zu allem Überfluss wurde der Nachkomme des Gangsterboss‘ Jabba dem Hutten entführt. Die Jedi sind bestrebt das Baby zu finden, um es dem mächtigen Jabba zurrückzubringen und somit dessen Gunst zu erlangen, was wiederum entscheidend für die Kämpfe um das Outer Rim sein würde. Der Jedirat stellt Anakin Skywalker die junge Padawan-Schülerin Ahsoka Tano zur Seite. Zusammen werden die Beiden mit der Suche nach dem Hutten-Baby beauftragt, während die Klon-Armee um Obi-Wan weiter munter versucht den Separatisten ihre Abtrünnigkeit auszutreiben.
Das Unterfangen würde für Anakin und Ahsoka ein Kinderspiel darstellen, wenn die dunklen Mächte, ebenfalls um einen Vertrag mit den Hutten bemüht, den beiden keinen Hinterhalt stellen würden. Sith-Kriegerin Asajj Ventress wird von Dooku entsandt, um die die Jedi in eine Falle zu locken.

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Unsere Meinung: George Lucas knüpft mit dem Animationsfilm an „Angriff der Klonkrieger“ aus der Star-Wars-Saga an. Clone Wars ist als Pilotfilm gedacht und bildet die Grundlage für die gleichnamige animierte Trickfilmserie, welche 2009 ins deutsche Fernsehen kommen wird.
Die Annahme, dieser Film würde in allen Punkten an Star Wars angelehnt sein, ist jedoch völlig falsch. Die Grundstimmung der sechs, zum Teil brillanten Filme wurde zwar aufgegriffen, aber durch allerhand Kunstgriffe verfremdet. Wie zum Beispiel einer variierten Titelmusik, dem Wegfall des Lauftextes zu Beginn, sowie der visuellen Darstellung der Charaktere. Diese ist gröber geraten als die übrigen Objekte. So wurde auf die detaillierte Animation von Frisuren, Kleidung, sowie Accessoires der Personen bis ins kleinste Detail verzichtet. Auch Gehbewegungen wirken zum Teil leicht abgehackt bis hölzern. Die Umgebungsanimation, wie einschlagender Laserbeschuss, wurde hingegen mit allerlei Licht- und Bewegungseffekten ausgeschmückt. Auch die Kriegsmaschinerie, wie der von der Republik eingesetzte Kampfläufer „AT-TE“, kann den Anforderungen des modernen animierten Actionkinos durchaus standhalten.
Die Charaktere erscheinen durch diesen Kontrast plastischer und stellen das Bindeglied zwischen dem animierten und dem gedrehten Film dar. Die Handlung wirkt dagegen frisch und spritzig. Der Zuschauer erfreut sich am vorlauten Padawan Ahsoka gegenüber ihrem Meister Anakin, welcher sehr viele parallelen zu Anakins Zeit als Schüler Obi-Wans aufweist („Jetzt habe ich dir zum zweiten Mal das Leben gerettet“).
Die signifikante und von Liebhabern so geschätzte Star-Wars-Mystik kommt jedoch sträflicherweise viel zu kurz. Die Macht wird durch Obi-Wan und die Jedi lediglich angewandt. Dialoge darüber werden nicht geführt. Dies zeigt sich vor allem im viel zu kurzem Auftritt der zwei mächtigsten Jedi: Mace Windu und Joda.

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Fazit: Lucas ist es gelungen, Clone Wars weit genug von Krieg der Sterne abzuheben, um einem Vergleich aus dem Weg zu gehen. Die Schaffung etwas vollkommen Neuen, war hier offenbar die Maxime. Dadurch erscheint der Film nicht als „Abklatsch“ der Alten, sondern bietet amüsante Jedi-Action, jedoch ohne wirklichen Tiefgang. Wer hingegen auf kurzweiliges Entertainment aus ist, wird bei Clone Wars genau richtig sein. 65 von 100 Punkten.

(Charlykuntz)

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