Filmstart: 28.05.2009
Originaltitel: No Limits, No Control
FSK: Ab 12
Verleih: Tobis
Laufzeit: 115 Minuten
Trailer: Klick hier
Regie: Jim Jarmusch
Drehbuch:
Jim Jarmusch
Darsteller: Isaach De Bankolé, Alex Descas, Jean-François Stévenin, Luis Tosar, Paz de la Huerta, Tilda Swinton, Youki Kudoh, John Hurt, Gael García Bernal, Hiam Abbass, Bill Murray

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Inhalt: Ein unbekannter Mann schwarzer Hautfarbe verlässt die Toilette eines Flughafens. Er trägt einen blauen Maßanzug und trifft sich in der Wartelounge mit dem Kreolen und seiner Begleitung. Sein Auftraggeber spricht in Rätseln und überreicht ihm ein paar Schlüssel und eine Streichholzschachtel. Der Unbekannte soll nach Madrid fliegen, dort die Türme aufsuchen und in einem Café auf die Geige warten. So macht sich der Unbekannte, der kein spanisch spricht, nach Espana auf…

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Unsere Meinung: Jim Jarmusch drehte einen Thriller? Oh ja, aber auf seine ganz eigene Art.
„Wenn jemand glaubt, er sei wichtiger als alle anderen, muss er zum Friedhof gehen. Dort wird er lernen, was das wahre Leben ist: Erde.“
Die leise Gangart, metallisch schmeckende Musik, präzise ausgewählte Farben und Einstellungen, sich ständig wiederholende Zitate und die episodenhafte Erzählweise sind alles Dinge, die sicher nicht der gängigen Vorstellung eines modernen Thrillers entsprechen; dennoch verfolgen wir mit Spannung unseren Protagonisten bei seiner Reise durch Spanien. Eine Expedition, deren Ausgang alles andere als gewiss ist. 
Der Unbekannte reist, liegt unschlafend auf den Betten seiner Unterkünfte, trifft Kontaktpersonen und tauscht Streichholzschachteln mit kryptischen Botschaften aus. Er trifft den Mann mit der Geige, eine kostbare Gitarre wechselt den Besitzer, er widersteht einer Sirene und bestellt grundsätzlich zwei Espressi in separaten Tassen. Die Stimmung wechselt von blau/goldbraun, über mokkabraun/grün zu grau, dem Finale. 
„Die Realität ist willkürlich“.
Dieser Film mutet an wie eine Verschmelzung aus Twin Peaks und Matrix, episodisch erzählt von Jim Jarmusch. Einen tanzenden Zwerg gibt es nicht, dafür haben wir Tilda Swinton und Bill Murray kann über die wahre Wirklichkeit nur spekulieren.
„Das Universum hat keine Grenzen und keine Mitte“. 
Jim Jarmusch lässt uns im Unklaren. Warum das Ganze? 
Die Antwort muss jeder für sich finden.

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Fazit: Jarmusch macht keine einfachen Filme, „The Limit of Control“ ist da keine Ausnahme. Keine Action, keine simple Story, keine eindeutigen Erklärungen und wenig Dialog. In einer Zeit der stroboskopischen Schnitte, lauter und hektischer Effekte, ist ein Film wie dieser ein stiller Bergsee – ein sehr tiefer. 
Dafür gibt es 80/100 Punkten.
(CDW)

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Kommentare

1 Kommentar
  1. Super Webseite. Sehr interessanter Artikel. Vielen Dank für die tollen Informationen.

    Gruß Anna

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