Vicky Cristina Barcelona

Filmstart: 04.12.2008
Originaltitel: Vicky Cristina Barcelona
FSK: Ab 6
Verleih: Concorde
Laufzeit: 96 Minuten
Trailer: Klick hier
Regie: Woody Allen
Darsteller: Javier Bardem, Patricia Clarkson, Penélope Cruz, Kevin Dunn, Rebecca Hall, Scarlett Johansson, Chris Messina, Lloll Bertran

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Inhalt: Vicky und Cristina sind auf dem Weg nach Barcelona. Cristina hat gerade einen Kurzfilm für „Liebe“ fertig gedreht und möchte die Reise gern als kreative Pause nutzen. Vicky hingegen schreibt gerade an ihrer Abschlussarbeit über katalanische Kultur und macht aus dem Trip eine Studienreise. Als die beiden Freundinnen in Barcelona bei einer Ausstellung den Künstler Juan Antonio sehen, wird ihnen gleich über dessen eheliche Vergangenheit berichtet. Seine Exfrau soll ihn versucht haben, umzubringen. Cristina hält das nicht davon ab, ihn weiter zu beobachten. Am Abend essen Vicky und Cristina in einen Restaurant, in dem auch Juan Antonio anwesend ist. Weil Cristina ihn immer noch nicht aus den Augen lässt, kommt er schließlich an ihren Tisch und lädt beide Frauen zu einer Reise nach Oviedo ein, wo sie gemeinsam essen, trinken und sich lieben werden. Die verlobte Vicky lehnt das unmoralische Angebot mit Entsetzen ab. Cristina hingegen ist angetan von seiner Einladung und kann schließlich ihre Freundin zu dem kleinen Ausflug überreden. Doch der anfangs so unschuldig wirkende Trip bürgt Folgen in sich, nach denen sich Vickys und Cristinas Denken über die Liebe und ihr Handeln verändern werden.

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Unsere Meinung: Wer nicht wüsste, welcher Regisseur hinter „Vicky Cristina Barcelona“ steckt, erahnt es spätestens nach den ersten Minuten des Films. Woody Allen (Die Stadtneurotiker, Match Point) hinterlässt abermals seine Handschrift, in dem er einen Erzähler einsetzt, das Thema Liebe zum zentralen Gegenstand des Lebens erklärt und – wie auch schon bei Match Point und Scoop –  überwiegend warme Farben einsetzt. Allen Stewart Konigsberg, der 1952 den Künstlernamen „Woody Allen“ annimmt, führte jedoch nicht nur Regie, sondern schrieb auch das Drehbuch. Scarlett Johansson und Penélope Cruz, die die impulsive Exfrau Juan Antonios spielt, verleihen „Vicky Cristina Barcelona“ viel Leidenschaft und „künstlerische“ Freiheit in Sachen Liebe. Leider ist auch dieser Allen-Film ein wenig zu klar strukturiert. Das gewährleistet dem Zuschauer jedoch sehr gute Unterhaltung, ein wenig Spannung und am Ende ein amüsantes Kinoerlebnis.  

Fazit: Woody Allen–Fans werden „Vicky Cristina Barcelona“ sehr lieb gewinnen. Aber auch das „andere“ Publikum könnte an der Liebeskomödie Gefallen finden – deshalb 70 von 100 Punkten. 

(pia van paulsen)

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