Filmstart: 26.03.2009
Originaltitel: Vorstadtkrokodile
FSK: Ab 6 (wahrscheinlich)
Verleih: Constantin
Laufzeit: 98 Minuten
Trailer: Klick hier
Regie: Christian Ditter
Drehbuch:
Christian Ditter, Martin Ritzenhoff
Darsteller: Nick Romeo Reimann, Fabian Halbig, Manuel Steitz, Leonie Tepe, Axel Stein, Jacob Matschenz, Oktay Özdemir, Nora Tschirner, Smudo, Maria Schrader, Martin Semmelrogge, Ralf Richter

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Inhalt: Nachdem Hannes die gefährliche Mutprobe bestanden hat, wird er bei den Krokodilen, einer Bande aus fünf Jungen und einem Mädchen, aufgenommen. Seiner Mutter erzählt er zu Hause nichts von seinem riskanten „Ausflug“ auf das Dach eines alten Fabrikgebäudes. Weil seine Mutter neben dem Uniabschluss auch noch arbeiten gehen muss, greift ihr Hannes so gut es geht unter die Arme. Sein Vater hat die beiden bei der Geburt von Hannes verlassen. Im Laufe des Films wird in dem Geschäft, in dem Hannes Mutter arbeitet, eingebrochen. Die tausend Euro Belohnung, die zur Erfassung der Täter führen, kann die kleine Familie gut gebrauchen. Also machen sich Hannes und die Krokodile auf die Suche nach den Einbrechern und stolpern dabei nicht nur über morsche Bretter, sondern auch über so manch Klischee und Vorurteil. 

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Unsere Meinung: Vorstadtkrokodile greift vielschichtig die Fragen auf, die unweigerlich beim Umgang mit Menschen auftreten. Egal ob es sich dabei um familiäre Verhältnisse, wie etwa die Beziehung zwischen Geschwistern, dreht oder ob es darum geht, Berührungsängste gegenüber Querschnittsgelähmten abzulegen, die Krokodile scheinen wegen ihrer bunten Mischung alles meistern zu können.
Das Gleiche gilt auch für die Thematik Ausländerfeindlichkeit, denn die Bande setzt sich am Ende nicht nur für Kai ein, der im Rollstuhl sitzt. Amüsant und ohne den Zeigefinger zu weit hoch zu heben, werden die acht Abenteurer mit Polizisten, bösen Geschwistern und dem Besitzer eines Minigolfplatzes fertig. Vor allem Jorgo, gespielt von Javidan Imani, führt dem Publikum immer wieder sehr glaubhaft vor Augen, dass in einer Multikultigesellschaft eben nicht alle Immigranten aus der Türkei stammen.
Mit einem hohen Staraufgebot setzt der knapp 30-jährige Christian Ditter den Roman von Max von der Grün um. Nicht nur Nora Tschirner, sondern auch Smudo, Maria Schrader, Ralf Richter und Axel Stein sind mit von der Partie. Nicht immer ganz so überzeugend, aber dafür mit Charme setzen sie die erwachsenen Nebenrollen um. Auch bei der jüngeren Generation gibt es anfangs einige holprige Szenen, die zum Ende hin aber abnehmen.

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Fazit: Die Romanverfilmung ist für Teenies auf jeden Fall empfehlenswert. Aber aufgrund der anfänglichen „Jeder ist sich doch am Ende selbst der Nächste“ – Thematik sollten vielleicht auch Personen erwachseneren Alters den Jugendfilm im Kino besuchen. Nur keine Angst: es gibt auch ein es gibt auch ein paar lustige Szenen! Deswegen bekommen die „Vorstadtkrokodile“ von uns 80 von 100 Punkten.
(pia van paulsen)

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