The Strangers

Filmstart: 20.11.2008
Originaltitel: The Strangers
FSK: Ab 18
Verleih: Kinowelt
Laufzeit: 85 Minuten
Trailer: Klick hier
Regie: Bryan Bertino
Darsteller: Liv Tyler, Scott Speedman, Gemma Ward, Kip Weeks, Laura Margolis, Glenn Howerton, Alex Fisher, Peter Clayton-Luce

Inhalt: Sie wollen nichts als Ruhe: Nach der Hochzeit eines Freundes fahren Kristen und James in ihr abgelegenes Sommerhaus. Doch etwas stimmt nicht. Zuerst klopft es an der Tür, dann erscheinen maskierte Gestalten im Wald. Aus Unruhe wird blanke Angst, als sich Kristen und James einer tödlichen Bedrohung gegenübersehen, die sich nicht erklären will. Die beiden begreifen, dass diese Nacht lang wird. Vielleicht zu lang, um zu überleben.

Unsere Meinung: Es ist wieder so typisch. Da sind zwei arme Menschen in einem ganz ganz abgelegenen Haus nahe am Waldrand. Es klopft und es klopft noch einmal und die Frau beginnt hysterisch zu schreien. Bis zu diesem Zeitpunkt – abgesehen von der miesen Kameraführung – kann der Film ja eine gewisse Atmosphäre aufbauen. Doch dann kommen die Eindringlinge in das Haus und wir bekommen sie zum ersten Mal zu Gesicht. Wäre man fies, würde man einen der Gruppe (ja, es sind mehrere) „Mr.Kartoffelsack“ nennen. Selten habe ich eine so dämliche Maske gesehen, vor der man einfach keine Angst haben kann. Von Grusel kann hier keine Rede mehr sein – das Kino bricht im Gelächter aus. Der Todesstoß für einen Horrorfilm.
Doch nicht nur die Masken sind schlecht, sondern auch die eigentlichen Schockmomente. Immer wieder schleichen sich die fiesen Eindringlinge gefährlich nahe an unsere beiden Helden an – diese schauen natürlich immer genau in die entgegengesetzte Richtung. Drehen sie sich dann um, sind die Maskierten schon wieder verschwunden. Das mag vielleicht ein- oder zweimal ganz spannend sein, wird danach aber schnell langweilig. Und auch in Sachen Story bleibt der Film brav im Schema F eines Horrorfilmes: Gleich zu Beginn wird das Ende verraten und nach und nach sterben die einzelnen Menschen weg. Nicht gerade einfallsreich. Besonders langweilig wird die ganze Sache, da man sich mit keinem der drei – später kommt noch der vermeintliche Retter hinzu – identifizieren kann. Dafür werden die Charaktere einfach viel zu wenig eingeführt.
Aber – und das ist wirklich ein Pluspunkt – der Film kann durch seine ungeheuerlich kurze Laufzeit überzeugen. Nach nur 85 Minuten ist der Spuk vorbei und wir freuen uns auf den zweiten Teil, der wegen des großen Erfolges in den USA schon in Planung ist und voraussichtlich 2010 in die deutschen Kinos kommt.

Fazit: Wieder ein Horror-Thriller, der dem Genre nichts Neues hinzufügt, sondern sich brav an Altbewährtem orientiert. Weder können die Schockmomente wirklich überraschen, noch die Schauspieler die beklemmende Atmosphäre wirklich gut herüberbringen…Maue 20/100 Punkten. 
(ts)

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