Filmstart: 06.08.2009
Originaltitel: Los Abrazos Rotos
FSK: ?
Verleih: Tobis
Laufzeit: 128 Minuten
Trailer: noch nicht vorhanden
Regie: Pedro Almodóvar
Drehbuch:
Pedro Almodóvar
Mitwirkende: Penélope Cruz, Lluís Homar, Blanca Portillo, José Luis Gómez, Lola Dueñas, Rubén Ochandiano, Ángela Molina, Rossy de Palma, Alejo Sauras

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Inhalt: Harry Caine ist Drehbuchautor – und blind. In seinem Leben kommt er gut zurecht, dennoch sind ihm Freundin Judit und dessen Sohn Diego eine große Hilfe im Alltag. Er blick zurück auf ein bewegtes Leben, mit dem er durch eine harmlos wirkende Begegnung wieder neu konfrontiert wird. Denn bereits vor seiner Erblindung aufgrund eines Unfalls, war Harry Caine ein erfolgreicher Drehbuchautor. Rückblick in das Jahr 1994: Für seinen neuen Film „Frauen und Koffer“ sucht Harry – der eigentlich Mateo Blanco heißt – nach einer ausdrucksstarken Hauptdarstellerin. Als er die schöne Lena sieht, ist es um ihn geschehen – er muss sie in seinem Film haben. Sie steigt glücklich über diese Chance in das Filmprojekt ein – sehr zum Missfallen ihres hochgradig eifersüchtigen und wesentlich älteren Lebensgefährten Ernesto. Dieser ist aber auch noch der Produzent des Filmes und schickt seinen Sohn, seine Angebetete per Videofilm zu beschatten. Als hätte er es bereits geahnt, entwickelt sich zwischen Regisseur Harry und der rassigen Lena immer mehr, bis sie einander nicht mehr widerstehen können. Lena, die in der Beziehung zum einflussreichen Ernesto bisher sowieso keine Erfüllung fand, wünscht sich nichts mehr als Harry an ihrer Seite. Neben all den Liebeswirren soll aber auch der Filmdreh nicht leiden. Gibt es wirklich eine Chance für die Liebe von Harry und Lena?

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Unsere Meinung: Erblindet sein und dennoch von emotionalem Kopfkino leben. Das macht die tragische Hauptfigur Mateo Blanco alias Harry Caine aus. Die Vergangenheit des Drehbuchautors wird nach und nach in Rückblenden aufgedeckt und bildet so nach etwa 2 Stunden Laufzeit ein Gesamtbild. Regisseur Pedro Almodóvar bat seine Muse Penelope Cruz erneut zum Dreh, nachdem er sie bereits 2006 in dem Film „Volver“ zu seinem Star machte. Die auch in Hollywood bekannte Schauspielerin begibt sich hier zurück zu ihren spanischen Wurzeln und spielt die wandelbare Lena souverän und anmutig. Neben Szenen mit perfektem Make up und gestylten Haaren taucht Penelope aber auch mal verheult und geschunden auf einer kleinen Toilette auf. Für Regisseur Almodóvar tat sie das sicherlich gerne. „Zerrissene Umarmung“ ist schwer in eine Kategorie zu packen. Ist es eine Liebesgeschichte? Ist es eine Hommage an das Drehen von Filmen und deren notwendige Vollendung? Oder ist es ein Drama um menschliche Gefühle und Verfehlungen? Am wahrscheinlichsten ist es von alledem etwas. Die Darsteller spielen überzeugend in gelungenen Bildern – auch wenn bei einer Länge von 128 Minuten der ein oder andere Dialog sicher auch hätte wegfallen können. Dennoch gibt immer wieder neue Entdeckungen beim Blick in die Vergangenheit – und das bis zum Schluss. Ein bisschen komprimierter hätte das sicher auch bessere Chancen bei Zuschauern, die keine Arthouse-Fans sind. Vorwiegend wird dieser Film wohl wieder diesem Publikum vorbehalten bleiben.

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Fazit: Ein Film von Liebe, der Filmkunst und zwischenmenschlichen Verwirrungen. Mittendrin eine starke Penelope Cruz als Aushängeschild, umgeben von weiteren guten Darstellern. Für Arthouse-Fans sicher sehr interessant, für Popcorn-Kinogänger wahrscheinlich eher ein zu langer Film ohne echten Showdown. Im Querschnitt durchaus sehenswert, aber dennoch kein Ausreißer in der Riege des europäischen Kinos. Daher gibt es von uns 75/100 Punkten.
(cap)

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